Realisierung eines Streams I
Grundsätzlich gelten für die Produktion von Streaming Video zunächst ähnliche Anforderungen wie für eine Fernsehproduktion, für Streaming Audio dieselben wie für eine Hörfunkproduktion; vorhandene Sende- und Tonstudios lassen sich in der Regel mit geringem Aufwand für Streaming-Produktionen ausbauen. Die kostspielige Studiotechnik ist jedoch für die heutigen Anforderungen an die Qualität von Streaming-Angeboten nicht zwingend erforderlich.
Das digitale Audio- oder Videosignal wird in einem Encoder mit einem speziellen Streaming-Codec in ein streambares Format umgewandelt. Auch hier können handelsübliche PCs mit den verbreiteten Betriebssystemen Windows, Linux oder Mac OS eingesetzt werden. Die Encoder benötigen eine Software welche die Arbeit des encoden erledigt.
Die encodierte Datei wird
- im On-Demand-Streaming auf einem Dateiserver abgelegt und über die Protokolle HTTP oder FTP bzw.
- im Live-Streaming direkt an den Streaming Server weitergereicht.
Die grundlegende Technik hinter dem Streamen ist so einfach, dass sie heutzutage mit prinzipiell jedem Computer durchgeführt werden kann. Die Anforderungen steigen jedoch überproportional, sobald die Komplexität des zu streamenden Inhalts zunimmt.
Wer beispielsweise mehrere Dutzend Live-Streams parallel übertragen muss, benötigt einen ganzen Encoder-Park. Sollen die Streams zeitgleich nicht nur an eine Handvoll Teilnehmer sondern an ein Massenpublikum ausgeliefert werden, reichen auch die Kapazitäten des leistungsfähigsten Providers nicht mehr aus. Doch auch hier gibt es Softwarelösungen.
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