Marketingmethode - Livestreaming

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Geschichte des Streaming II: Das Erwachen

Nachdem Anfang der 90er die Etablierung der grafischen Internetbenutzeroberfläche erfolgte, wurde das Internet auch für die breite Bevölkerung interessant. Den freien Marktgesetzen zufolge, halten sich Angebot und Nachfrage immer die Wiege.
Was zur Folge hatte, dass immer mehr Provider Internetzugänge verfügbar machten. Und die Medien darüber berichteten. Das Interesse war also geweckt und somit auch die Grundlage das Internet kommerziell zu nutzen und auszubauen. Risikoinvestitionen wurden getätigt um neu Geschäftsfelder innerhalb des Internets zu erforschen und zu nutzen.

Erste Schritte in Richtung Streaming:

Zu den ersten Versuchen, Bilder und Töne “live” über das Netz bereitzustellen, gehörte die “Trojan Room Coffee Machine” der Firma ATM Networks, die 1992 ans Netz ging.
Dabei wurde von einer Schwarzweißkamera dreimal pro Minute ein Bild von der Füllstandsanzeige einer Kaffeemaschine aufgenommen und in einem Computer mit selbstgeschriebener Software digitalisiert. Die Grundlage für den darauffolgenende Hype der „Webcam“.


Bereits 1995 veranstaltete das damals neu gegründete Info-Radio Berlin-Brandenburg von ORB und SFB gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin den Streaming-Dienst Info-Radio on Demand. Ein ähnliches Projekt führte der SWF durch: Hier wurde ein Teil des SWF-Sendearchivs digitalisiert. Mitte 1995 lagen bereits über 190.000 Stunden Wort- und Musikbeiträge vor.
1997 startete „radio SAW“ als einer der ersten Radiosender in Deutschland einen Livestream im Internet.

„Das machen doch alle!“

Die Medienöffentlichkeit wurde auf Streaming Media um 1998 aufmerksam, in der Zeit in der die verrücktesten Ideen der Wirtschaft im Internet entstanden(New Economy, Wikipedia-Erklärung; http://de.wikipedia.org/wiki/New_Economy).

Nur durch diese Phase der Wirtschaft angetrieben, konnten Streaming Produktionen Fuß fassen. Es setzte eine Art automatischen Zugzwangs ein, beispielsweise begannen zahlreiche Hörfunksender, Teile ihrer Programme einfach deshalb zu streamen, weil es andere auch taten.

Nach Statistiken aus dem Jahr 1999 verbrachten US-amerikanische Internet-Benutzer durchschnittlich gut zwei Stunden pro Woche online (Nielsen/NetRatings, Mai 1999), wobei über 56% ihren Zugang über AOL  fanden.

 Zu dieser Zeit gab es jedoch keine bis wenige „Internetflats“ wie sie heute bekannt sind. Über Dial-Ups musste man sich noch einwählen. Die Nutzung des Internets war demnach noch sehr teuer. Die hohen Internetnutzungskosten verhinderten sozusagen die intensive Nutzung von Streaming-Inhalten, da es sich keiner leisten konnte dauerhaft(oder für einen längeren Zeitraum) online zu sein.

 „Im März 2001 stellte das Marktforschungsunternehmens NetValue fest, die Deutschen seien ‚Streaming-Muffel‘: Nur knapp 14 Prozent der deutschen Internet-Nutzer nahmen Streaming-Angebote in Anspruch, in den USA waren es rund 15, in Dänemark knapp 15 und in Spanien sogar fast 20 Prozent. Während der durchschnittliche Streamie in den Staaten täglich über 60 Minuten Streams konsumierte, begrenzte sich die Nutzungsdauer in Deutschland auf rund 12 Minuten.

Zu den ersten Streaming-Großereignissen zählte das NetAid-Konzert im Oktober 1999, das als “größtes Multimedia-Ereignis der Geschichte” angekündigt worden war; das elfstündige Konzert wurde an drei Standorten – New York, London und Genf – durchgeführt und von diversen Hörfunk- und Fernsehsendern in 132 Ländern übertragen; daneben erfolgte eine parallele Übertragung via Streaming im Internet, für die 300 Linux-Server eingesetzt wurden. Die Encodierung erfolgte im Real Media-Format, verärgerte aber viele Zuhörer durch Aussetze, miserable Ton- und Bildqualität sowie asynchrone Ton- und Bildübertragung. Hier zeigte sich, dass Streaming Media noch weit davon entfernt war, als pauschale Konkurrenz zu Hörfunk- und Fernsehen in Erscheinung zu treten.“

(Quelle: Wikipedia)

Die Ernüchterung:

Durch den Abwärtstrend der „New Economy“-Phase 2001, waren viele Sender im Web verschwunden, da der bis dahin „rechtsfreie“ Raum von Lizenzanforderungen überschüttet wurde. Gebühren für gestreamte Musik wurden gefordert. Immer mehr Werbung musste geschalten werden um die Produktionen zu finanzieren. Dies versetzte dem Webstreaming der Radiosender einen erheblichen Seitenhieb.

Webseiten wie spinner.com boten Musiklizenzen von rund 150 vorformatierten Musikstreams an. Der Lizenzpool bestand damals noch aus rund 375.000 Titeln die alle kostenlos erreichbar waren. AOL Time Warner machte sich diesen zum Nutzen.

Aber auch in Deutschland tat sich etwas. T-Online begann 2003 unter „T-Online Vision“
Live-Streams in Fernsehqualität und Video-Chats mit Prominenten anzubieten.

 

Die Investitionsfreudigkeit in die „Neue Technologie“ nahm ab. Geschäftsmodell die  im Streamingbereich tätig waren wurden kritischer begutachtet und auf Finanzierbarkeit geprüft
Was einen starken Rückgang zu Folge hatte. Viele Streamingprovider hielten sich an ihre traditionellen Vermarktungsmethoden, wobei oft die vollkommen unterschiedliche Ökonomie der Geschäftsfelder im Web unterschätzt wurde.

„So stellte Intel seine Internet Media Services (IMS) bereits wenige Monate nach dem Start wieder ein, da unklar war, ob und wann dieser Geschäftszweig profitabel werden würde; mit den IMS hatte der Konzern versucht, eine ähnliche globale Streaming-Infrastruktur wie Akamai aufzubauen.“

(Quelle: Wikipedia)

Posted on Sunday, May 16, 2010.
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Mein Name ist Benedikt Hosp, Student an der HS Furtwangen. Im Rahmen der WPV "Innovative Marketingmethoden" wird hier über den Einsatz von Livestreaming im Bezug auf innovatives Marketing berichtet.
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